Ist die Rechtswissenschaft mehr als nur Kritikerin? Ihr Wandel zur Gestalterin der Gesellschaft.


In diesem Video gehe ich einer fundamentalen Frage nach, die mir ein Zuschauer gestellt hat: Ist Jura eine Geistes- oder eine Gesellschaftswissenschaft? Wir analysieren, warum die heutige Jurisprudenz oft nur ein „Literaturkritiker“ für Gesetze ist und wie sie zu einem wahren „Gesellschafts-Ingenieur“ werden könnte. Stellt euch vor: Gesetze mit Verfallsdatum, Familienrecht-Simulatoren, die Konflikte vermeiden, und eine Rechtswissenschaft, die unsere Zukunft proaktiv gestaltet, statt die Vergangenheit zu verwalten. Das ist die Vision einer neuen Strukturwissenschaft des Rechts. Was meint ihr? Ist unser Rechtssystem bereit für ein Update? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!`

Quellen & Vertiefung zu diesem Video:

Die in diesem Video geäußerte Kritik an der reaktiven Natur der Jurisprudenz und die Vision einer Neuorientierung sind maßgeblich von zwei wichtigen Texten inspiriert:

Der historische Ursprung der Kritik:
Der im Video zitierte Satz stammt aus dem berühmten Vortrag von Julius von Kirchmann aus dem Jahr 1847. Wer das Original lesen möchte, findet es hier im Volltext:
„Die Werthlosigkeit der Jurisprudenz als Wissenschaft“, Verlag Julius Springer, Berlin, 1848.
(Volltext als PDF Digitalen Sammlung der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main)
Der moderne Denkanstoß:
Die Idee einer Neuausrichtung der Rechtswissenschaft als anwendungsorientierte Erkenntniswissenschaft wurde brillant in folgendem Aufsatz formuliert: „Die Jurisprudenz auf Erkenntnissuche? – Ein Plädoyer für eine Neuorientierung der Rechtswissenschaft“ von Professor Dr. jur. Andreas Steininger (NJW 2015, 1072).

00:00 – 01:15: Einleitung: Die provokante Frage Vorstellung der Zuschauerfrage. Das Zitat von Julius von Kirchmann als Aufhänger.

01:15 – 04:00: Die Diagnose: Ist Jura nur noch ein „Literaturkritiker“? Analyse des aktuellen Zustands: Juristen als Verwalter und Ausleger bestehender Texte.

04:00 – 07:30: Der historische Kontext: Geistes- vs. Gesellschaftswissenschaft

07:30 – 12:30: Die Vision: Jura als „Gesellschafts-Ingenieur“ Das Herzstück: Vorstellung Ihrer Vision einer proaktiven Rechtswissenschaft.

12:30 – 14:50: Die Hürden und Chancen

14:50 – 15:50: Fazit & Aufruf zur Diskussion

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